past children's  books
Meine Sammlung - Alte Kinder- und Jugendliteratur


Die Werbekinderzeitungen der Margarineindustrie (1909 – 1932) (Der kleine Coco, Die Rama Post, Fips und Blauband-Woche)


****************************************************************************************

Die Anfänge und die Erfindung der Margarine (1817 – 1869)



1817: Hippolyte Mége-Mouriés wird im südfranzösischen Draguignan geboren.

Hippolyte Mége-Mouriés

1846: Mége-Mouriés beginnt mit Experimenten zu neuartigen Backtechniken und macht sich einen Namen als Lebensmittelchemiker. Er arbeitet zuvor als Chemie-Assistent in der Provence und in einer Pariser Klinik.

1846 – 1866: Über 20 Jahre forscht er auf dem kaiserlichen Gut Ferme de St. Cloude bei Paris.

1866: Kaiser Napoleon III. schreibt einen Wettbewerb für einen preiswerten, haltbaren Butterersatz aus, um die arme Bevölkerung und die Armee zu versorgen.

1869: Mége-Mouriés perfektioniert sein Verfahren: Oleomargarin wird mit Milch und zerkleinertem Euter vermischt und geknetet. Er nennt das Produkt Margarine Mouriés (nach dem griechischen Margaron für Perle).

15. Juli 1869: Patentierung in Frankreich.

17. Juli 1869: Patentierung in Großbritannien.


Markteintritt und Industrialisierung (1870 – 1900)

27. Januar 1870: Die Margarine kommt als Sparbutter („Beurre economique“) auf den Pariser Markt.


1870 – 1871: Der Deutsch-Französische Krieg bringt die Produktion in Mége-Mouriés’ Fabrik in Poissy zum Erliegen.

Jan Jurgens reist im Auftrag seines Bruders Henri nach Paris und kauft dem glücklosen Erfinder Mége-Mouriés die Pläne für 60.000


Frühjahr 1871: Jan Jurgens reist im Auftrag seines Bruders Henri nach Paris und kauft dem glücklosen Erfinder Mége-Mouriés die Pläne für 60.000 Francs ab.

1871: Antoon Jurgens startet in Oss (Niederlande) die fabrikmäßige Herstellung.

1872: Der Konkurrent Simon Van den Bergh beginnt ebenfalls in Oss mit der Produktion.

1880: Tod von Hippolyte Mége-Mouriés und Antoon Jurgens.

1888: Aufgrund deutscher Schutzzölle errichten Jurgens (in Goch) und Van den Bergh (in Kleve) Fabriken in Deutschland.

1900: Gründung der Tochtergesellschaft Sana in Kleve; Produktion der ersten koscheren Margarine (mit Mandelöl statt Milch).





Expansion und Marketing (1904 – 1923)

Werbung der H. Schlinck & Cie. AG (Erfinder von Palmin).




1904: Einführung der Marke Sanella (besonders streichfähig).


1909: Beginn des systematischen Marketings mit Werbe-Kinderzeitungen und Sammelbildern (Chromos).

1915: Jurgens übernimmt die Krefelder Margarine-Werke Jan C. Uhlenbroek GmbH sowie die H. Schlinck & Cie. AG (Erfinder von Palmin).

1915 – 1923: Unterbrechung der regelmäßigen Werbepublikationen durch den Ersten Weltkrieg und die Hyperinflation.




Der Kampf der Marken und Fusionen (1924 – 1930)



Werbekampagne

August 1924: Zeitgleiche Markteinführung von „Rahma buttergleich“ (Jurgens) und „Schwan im Blauband“ (Van den Bergh). Es folgt eine massive Werbekampagne mit 800.000 Plakaten und der Kinderzeitung „Der kleine Coco“.

1927: Bei Rahma wird das „h“ gestrichen (neuer Name: Rama), um die irreführende Assoziation mit echtem Milchrahm zu vermeiden.

Bei Rahma wird das „h“ gestrichen (neuer Name: Rama)



1927: Zusammenschluss von Jurgens und Van den Bergh zur Margarine Unie (Margarine Union).

1929 / 1930: Die Margarine Unie fusioniert mit dem britischen Konzern Lever Brothers zum Unilever-Konzern (damals die größte Fusion der Welt).



Im Heft 17 des 13.Jhrg's wird eingehend erklärt was Margarine ist und wie sie hergestellt wird


Die Zeitschriften und ihre Künstler


************************************************************************


Die Pionierphase: Der kleine Coco (1909 – 1915)


Die Geburtsstunde des modernen Content-Marketings in der Lebensmittelindustrie schlug 1909. Als erstes Produkt wurde die Margarine „Cocosa“ der Firma Jurgens und Prinzen aus Goch mit einer eigenen Begleitkinderzeitung beworben. 


Der kleine Coco 1.Jahrgang 1909 Heft 1

Unter dem Titel „Der kleine Coco – Zeitschrift zur Unterhaltung und Belehrung der Jugend“ erschien das Blatt alle zwei Wochen. Das Konzept war für die damalige Zeit revolutionär: Beim Kauf eines Pfunds „Cocosa“ erhielten Kunden die 16-seitige Ausgabe gratis dazu. Die Zeitschrift war hochwertig gestaltet, schwarz-weiß auf Zeitungspapier gedruckt (Format 16 x 24 cm) und so paginiert, dass man die Hefte am Ende eines Jahrgangs (September bis August) als Buch binden konnte. Zentrale Werbefigur war der afrikanische Junge Coco. Diese Figur sollte den Ursprung der Margarine als Cocosprodukt versinnbildlichen. Er war Namensgeber der ersten echten Werbekinderzeitung und fungierte als Bindeglied zwischen exotischer Herkunft des Rohstoffs und dem heimischen Küchentisch. Das Heft bot eine Mischung aus Fortsetzungsgeschichten, Rätseln und Preisausschreiben, sowie Spielen, Anleitungen zum Briefmarken sammeln, interessante technische Entwicklungen aber auch kunstvolle Bilder bekannter Maler der damaligen Zeit die qualitativ mit kommerziellen Kinderzeitschriften mithalten konnten. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und der damit verbundenen Zwangsbewirtschaftung von Fett wurde die aufwendige Werbung jedoch überflüssig; 1915 wurde das Erscheinen eingestellt.

1915 wurde das Erscheinen eingestellt




Der Neuanfang und der Markenwechsel (1924 – 1927)


Nach dem Ende der Inflation und der Zwangsbewirtschaftung entbrannte 1924 ein neuer Konkurrenzkampf. Jurgens brachte das Produkt „Rahma“ auf den Markt und ließ dafür auch „Der kleine Coco“ wieder auferstehen. Der Neustart im Herbst 1924 wurde offiziell als 8. Jahrgang gezählt. Die Zeitschrift entwickelte sich schnell zum Massenmedium mit einer angeblichen Auflage von 2 Millionen Exemplaren. In dieser Phase wandelte sich der Inhalt:


Zunächst erzählte man von den Abenteuern des mittlerweile erwachsen gewordenen Coco. (Bilder Hans Kaufmann)


Zunächst erzählte man von den Abenteuern des mittlerweile erwachsen gewordenen Coco. (Bilder Hans Kaufmann)


Bald jedoch verschwand Coco als Figur und das „Rama-Mädchen“ übernahm die Hauptrolle. 



Rama Werbung u.a.

Das Rama-Mädchen – Die volkstümliche Identifikationsfigur geschaffen vom Düsseldorfer Maler Mummert für die  Einführung der Marke „Rahma“ (später Rama). Ein Mädchen in stilisierter Tracht, das für Reinheit, ländliche Idylle und „buttergleiche“ Qualität stand. Sie wurde zu einer der bekanntesten Werbefiguren Deutschlands und symbolisierte den Wandel der Margarine von einem billigen Ersatzprodukt hin zu einem hochwertigen Lebensmittel.




Konsequenterweise wurde der Titel ab dem 10. Jahrgang (1926/27) in „Die Rama-Post vom kleinen Coco“ geändert.

Konsequenterweise wurde der Titel ab dem 10. Jahrgang (1926/27) in „Die Rama-Post vom kleinen Coco“ geändert. Ab dieser Zeit wurde das Heft teilweise farbig, wobei die Papierqualität aufgrund von Sparmaßnahmen eher einfach blieb.


Professionalisierung und Expansion: Fips (1925 – 1931)



Um eine noch breitere Zielgruppe zu erreichen, brachte die Rama-Werbung ab 1925 ein zweites Format auf den Markt: die Zeitschrift „Fips“. Sie erschien alternierend zum „Coco“, so dass die Kunden jede Woche ein neues Heft beim Kauf von Margarine erhalten konnten. „Fips“ unterschied sich deutlich von der „Rama-Post“: Fips diente als strategisches Instrument zur Breitenwirkung. Durch ihn wurde die Markenbindung bereits im frühesten Kindesalter durch „freudvolles Betrachten und Buchstabieren“ verankert.



Die jeweils 1.Ausgabe der Jahrgänge 1-3 von Fips


1. Zielgruppe: Sie richtete sich an jüngere Kinder (großes Format 24 x 32 cm, bilderbuchartiger Charakter).

2. Inhalt: Kurze Texte, einprägsame Verse und großzügige Illustrationen luden zum Mitlesen und Buchstabieren ein.

3. Titel: Nach „Fips, Lachzeitung für liebe, kleine Kinder“ (1. Jahrgang) und „Fips, die heitere Post vom kleinen Coco“ (2. Jahrgang) etablierte sich ab dem 3. Jahrgang der Name „Die Rama-Post vom lustigen Fips“.

Zwischen 1926 und 1930 erschienen auch Kalender mit vielen Bildern und Geschichten



Ein „Who is Who“ der Kunst und Literatur

Der Erfolg dieser Werbeblätter basierte auf ihrer hohen künstlerischen Qualität. Der Verlag engagierte namhafte Künstler und Autoren, um die Kinder – und damit die Eltern als Käufer – an die Marke zu binden.


Illustratoren: Neben dem Vorkriegsmitarbeiter Hermann Frenz prägten bekannte Grafiker wie Josef Mauder, der Humorist Karl Pommerhanz (dessen Stil an Wilhelm Busch erinnerte), der Jagdzeichner Heinz Geilfus sowie Ernst Kutzer und Franz Würbel (Schöpfer des Logos) das optische Bild.

Autoren: Literarisch boten die Hefte Beiträge von namhaften Schriftstellern wie Waldemar Bonsels (Die Biene Maja), dem Lyriker Richard Zoozmann, Wilhelm Müller-Rüdersdorf sowie dem Kinderbuchautor Hans Holdermund. Sogar phantastische Literatur, wie Walter Heichen „Der Herr der Elemente“, fand in Fortsetzungen ihren Platz.

Hier eine Aufstellung der Künstler mit Angaben zu ihren Lebensdaten soweit bekannt und ihr Schaffen in den Zeitschriften:

Berwald, Ludwig Theodor: (geb. am 28. Dezember 1865 in Berlin; gest. am 15. Mai 1935 in Luckenwalde) war ein deutscher Maler, Grafiker und Illustrator. Er arbeitete ab 1894 als Illustrator. Berwald war Mitglied des Reichsverbandes Bildender Künstler und der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft. Außerdem arbeitete er auch als Zeichenlehrer in Berlin; er Illustrierte zahlreiche Bücher, u.a. nahezu sämtliche Umschlagentwürfe zur „Deutschen Jugendbücherei“ des Hillger-Verlages, Berlin.


Biega, Gustav: Leider gibt es keinerlei Daten über ihn. Er war auf jedenfall in der Zeit um 1920/30 ein bekannter Karikaturist. Er wird in zwei Büchern der damaligen Zeit mehrfach genannt. So in dem Buch "Die Karikatur; wie lerne ich sie zeichnen" von Kurt Schaldach (1926) in dem er mit über 20 Bildern vertreten ist. Er zeichnete die Illustrationen der Fortsetzungsgeschichte/Comic von "Pole Palm, der Kapitän" von 1925 - 1930.

siehe 2.Seite - Comic's in den Werbezeitschriften

Bonsels, Waldemar Jakob Ernst (21.02.1880 in Ahrensburg - 31.07.1952 in Ambach am Starnberger See) war in den 1920er Jahren einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller. Sein 1912 erschienenes Buch "Die Biene Maja und ihre Abenteuer" machten ihn weltberühmt.

Die Biene Maja und ihre Abenteuer


Dichtl, Erich wurde am 13.Dezember 1890 in Mährich Kromau geboren. Nach dem Gymnasium entschied er sich Maler zu werden. Daraufhin studierte er in der Akademie für Kunst in München.  Nach dem Abschluss der Meisterklasse ging Dichtl nach Wien.
Dort besuchte er die Kunstakademie. Erich Dichtl verstarb im Jahre 1955 in Wien


Ehringhausen, Wilhelm: Wilhelm „Willy“ Ehringhausen (* 28. März 1868 in Münster, Provinz Westfalen; † 1933 in München) war ein deutscher Landschaftsmaler und Grafiker. Ehringhausen war zunächst Schüler von Josef Huber-Feldkirch und Heinrich Knirr, ehe er sich am 13. Februar 1894 zum Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München einschrieb. An der Akademie war er Schüler von Johann Caspar Herterich und Adolf Fehr. 1895/1896 weilte er in Rom und verkehrte dort in Kreisen des Deutschen Künstlervereins. Dann lebte er wieder in München. Anfangs Landschaftsmaler etablierte er sich später als Reproduktionsgrafiker und schuf Buchschmuck, Postkarten und dergleichen. Hervorhebenswert sind seine Arbeiten als Exlibris-Künstler.


Elleder, Karl: In der Zeitschrift „Der kleine Coco“ (und der „Rama-Post“) steht der Name K. Elleder für den österreichischen Illustrator, Karikaturisten und Grafiker Karl Elleder (1860–1941). Er war ein echter „Star“ der damaligen Illustrationsszene. Hier sind die Details zu seinem Wirken: Elleder stammte aus Wien und war ein langjähriger und prägender Mitarbeiter der berühmten „Fliegenden Blätter“ in München. Er gehörte damit zur Elite der humoristischen Zeichner im deutschsprachigen Raum. Sein Markenzeichen war ein extrem sicherer, eleganter Strich. Er beherrschte die Kunst der Mimik und Gestik perfekt. Im „Kleinen Coco“ zeichnete er oft humorvolle Szenen, die eine Brücke zwischen klassischer Karikatur und moderner Kinderbuchillustration schlugen. Beitrag um 1926: In dieser Zeit lieferte er vor allem Ganzseiten-Illustrationen und humoristische Bildgeschich-ten. Karl Elleder verbrachte einen Großteil seines Berufslebens in München, was erklärt, warum er so eng mit der dort ansässigen Redaktion der Margarine-Union (Van den Bergh) vernetzt war.

weiteres  Bildmaterial (Comic's) siehe Seite 2

Fischer, Karl Ernst Er wurde am 7.3.1904 in Frankfurt geboren und ist auch dort am 12.4.1974 gestorben. Nach dem Besuch einer Kunstgewerbeschule war er in der Zwischenkriegszeit als Illustrator und Gebrauchsgraphiker tätig. Er zeichnete für verschiedene Zeitschriften, unter anderem für die "Fliegenden Blätter" und die "Lustigen Blätter". (weitere Informationen siehe "Hans Kunterbunt"


Flockenhaus, Richard: Richard Flockenhaus (1876–1943) war ein bedeutender deutscher Maler, Grafiker und Illustrator, der vor allem in Berlin wirkte. Im Zusammenhang mit der Zeitschrift „Der kleine Coco“ und der Werbegrafik der 1920er Jahre ist er eine besonders interessante Figur: Er war bekannt für seine Meisterschaft im Holzschnitt und in der Radierung. Er studierte an der Berliner Akademie und war Meisterschüler von Anton von Werner. Neben der Illustration war er ein geschätzter Porträtmaler. Seine Werke wurden in renommierten Zeitschriften wie der Berliner Illustrierten Zeitung veröffentlicht. In der Zeit des Nationalsozialismus galt ein Teil seines Werkes als „unbequem“, obwohl er weiterhin künstlerisch aktiv blieb. Er starb 1943 während eines Luftangriffs in Berlin.


Frenz, Hermann : Hermann Frenz (Düsseldorf 1880 – letzte Erwähnung 1930) war Zeichner, Illustrator und Karikaturist und lebte in Düsseldorf, München und Berlin. Gemeinsam mit J. O. Boetius illustrierte er “Der moderne Struwwel - peter” (1901), es folgten zahlreiche weitere Kinderbuchillustrationen. Frenz zeichnete u. a. für die Berliner Allgemeine Zeitung und den Eulen-spiegel der Münchner Zeitung. Vater: Alexander Frenz (Maler) 1861-1941 (Düsseldorf) war mit der Schwester des Malers Arthur Kampf aus Aachen verheiratet, mit der er den Sohn Hermann (1880–1955) hatte, der ebenfalls Maler, Illustrator und Karikaturenzeichner war. Hermann Frenz lebte und arbeitete überwiegend in Berlin

Die Serie "Kirmes"

weiteres Bildmaterial (Comic's) siehe Seite 2

Geilfus, Heinz: Heinz Geilfus (*25. November 1890 in Gießen als Johannes Karl Heinrich Geilfus; † 25. Januar 1956 in Bad Nauheim) war ein deutscher Werbegrafiker, Cartoonist und Jagdmaler. Er besuchte in Gießen die Realschule. Dann absolvierte er eine kaufmännische Lehre und eine Ausbildung zum technischen Zeichner. Ab 1912 wird er erstmals als „Kunstmaler“ aufgeführt. 1920 zog Geilfus mit seiner Frau nach Bad Nauheim, wo er 36 Jahre als Zeichner, Maler und Werbegrafiker lebte und wirkte ab 1925 auch als Illustrator für verschiedene deutsche Verlage. Bekannt wurde er durch seine Werbe-Karikaturen für Blendax-Zahnpasta sowie für die Margarine Rama.


Graffman, Janne: schwedischer Zeichner und Karikaturist, geboren 1871 in Halmstadt, ging 1890 nach Deutschland wo er bis 1937 nachgewiesen werden konnte (Klotz,Bilderbücher1,1790/1, Ries, Wilhelminische Zeit S.556,1) Zeichnete u.a. auch die Bilder für das Märchen "Dornröschen" mit Reimen von Albert Jud


Grieben, Jochen, Keine Lebensdaten, Berliner Künstler der unter anderem zwischen 1928-30  für den Pestalozzi Verlag in Grunewald gearbeitet hat. 

  1. „Von fleißigen Tieren“ (1929): Sein bekanntestes Werk, in dem er Text und Bilder kombinierte.
  2. „Hannele und die Tiere“ (1928): Ein weiteres Bilderbuch, das im Pestalozzi-Verlag erschien.
  3. 3. „Kasperle-Bilderbuch“


Hansche, Reinhold: lebte von 1867–1945 in Berlin und war Maler, Lithograph, Illustrator und auch Schriftsteller. Er arbeitete unter anderem auch für den Löwensohn Verlag für den er Märchenbücher illustrierte und er entwarf für die Serien "Muckimaki der lustige Kobold" (Verlagshaus Freya) sowie "Männe und Max" sowie "Lene und Lotte" (unter Walther Kabel) diverse Illustrationen.


Heichen, Erich Walter:  22. Juni 1876 in Stuttgart; † 24. März 1970 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, Übersetzer, Redakteur und Verlagsleiter. Er verwendete die Pseudonyme: Walter Eichner, Erich Walter, Karl Wilding, Hermann Eiler und Gerd Kühnwald. Walter Heichen besuchte von Ostern 1887 bis 31. Dezember 1888 das Königliche Gymnasium in Leipzig und anschließend das Friedrichsgymnasium in Frankfurt (Oder). Danach ließ er sich zum Buchhändler ausbilden und arbeitete als Redakteur beim Deutschen Buchhandelsblatt. Seit 1909 lebte er in Berlin. Ab 1920 war er Leiter des dort ansässigen Buchverlages A. Weichert. Heichen war zudem als Übersetzer, Bearbeiter und Herausgeber von Werken der Weltliteratur tätig. Aus seiner Feder stammen über 100 Bücher, darunter Abenteuerromane, Kriminalromane, Frauen- und Liebesromane, historische Romane, Science-Fiction, Kriegsromane und Erzählungen.




Der U-Boot-Pirat: eine phantastische Geschichte für die Jugend. Berlin: A.Weichert, ca. 1935, 160 Seiten; Zeitschriftenvorabdruck als: Der U-Korsar. In: Der kleine Coco. 8.Jhrg. (1924/25) bzw. als: Herr der Elemente. In: Der kleine Coco. 10.Jhrg. (1926/27).



Erlebnisse zwischen Mond und Erde; eine Erzählung für die Jugend. Berlin; A.Weichert (1931) 160 Seiten. Neuauflage als: Luftschiff im Weltenraum: Erlebnisse zwischen Mond und Erde; eine Erzählung für die Jugend. Berlin; Weichert (1941) 160 Seiten. Zeitschriftenvorabdruck als: Zwischen Mond und Erde. In: Die Rama-Post vom kleinen Coco. 13.Jhrg. (1929/30) Nr.1-5,7-8,25-30 (Oktober 1929-Januar 1930, August-September 1930)


Der Herr der Elemente
Der U-Korsar
Zwischen Mond und Erde


Hey, Paul (19.10.1867 in München bis 14.10.1952 in Gauting) war ein deutscher Maler, Grafiker, Zeichner und Illustrator. 1877 bis 1886 (Abitur) am Münchener Maximiliansgymnasium, Mit dem 18. Oktober 1886 ist sein Eintritt in den 2. Kurs der Vorschule an der Münchener Kunstakademie dokumentiert, an der er bis zum Sommersemester 1893 war.


Jungnickel, Max (27.10.1890 in Saxdorf - 13.02.1945 in Welun) war ein deutscher Schriftsteller. Nach der Volksschule begann er eine Lehrerausbildung. Er lebte und arbeitete in Berlin.


Kaufmann, Hans: Hans Kaufmann (* 21. Dezember 1862 in Hohenschwangau; † 12. August 1949 in Traunstein) war ein deutscher Maler und Illustrator. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in München (1878–1882) studierte Kaufmann Malerei an der Akademie der bildenden Künste. Zu seinen Lehrern gehörten Ferdinand Barth und Wilhelm von Lindenschmit der Jüngere. 1885 heiratete er Marie Mangold, Tochter eines Dekorationsmalers. 1893/1894 unterrichtete er das Fach Illustration an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins. Er lebte als freischaffender Maler ab 1896 in Ruhpolding und anschließend von 1913 bis zu seinem Tod in Traunstein.Kaufmann wirkte vor allem als Illustrator für Bücher und Zeitschriften (u. a. Die Fliegenden Blätter), gestaltete Werbeplakate, Kalender und Postkarten

Die Abenteuer des kleinen Coco


Kaulbach, Herrmann: (26.07.1846 in München bis 09.12.1909 ebenda) war ein deutscher Maler der Münchener Schule. Hermann besuchte zunächst die Elementarschule , das Maximiliangymasium und dann in das "Bendersche Erziehungsinstitut" wo er die Lateinschule besuchte. Im Herbst 1861 trat der nunmehr 15-jährige in das Gymnasium in Nürnberg ein. Auf wunscher der Eltern zunächst ein Medizinstudium das er nach 2 Jahren abbrach um sich an der Münchener Kunstakademie einzutragen. (ausführlicher siehe Wikipedia)


Kopisch, August, (26.05.1799 in Breslau bis 06.02.1853 in Berlin) war ein deutscher Erfinder, Landschafts- und Historienmaler und Schriftsteller bzw. Dichter. Schule an der Maria-Magdalenen-Gynasium in Breslau danach an die Kunstakademien in Dresden und Prag und 1817 nach Wien an die Kunstakademie. Bekannt wurde er unter anderem durch das Gedicht der "Kölner Heinzel-männchen von 1836.


Kreis, Julius: Julius Kreis, Pseudonyme Justus Guckindluft und A. Kraut (*31. August 1891 in München; † 31. März 1933 ebenda) war ein deutscher humoristischer Schriftsteller, Zeichner und Buchillustrator. Erst Ende der 1920er Jahre fand er zu seinem ursprünglichen Interesse an der Malerei zurück und besuchte Kurse bei Adolf Schinnerer an der Münchener Kunstakademie. Zwischen 1910 und 1912 erschienen Skizzen und Gedichte in der Münchner Illustrierten Zeitung, später in den Fliegenden Blättern, der Zeitschrift Jugend und den Meggendorfer Blättern. Auch die Münchner Zeitung zählte zu seinen späteren Auftraggebern, ebenso wie der Simplicissimus, die Süddeutsche Sonntagspost und die Münchner Neuesten Nachrichten. Ab 1917 verfasste er Kolumnen unter dem Pseudonym Justus Guckindluft für die München-Augsburger Abendzeitung unter dem Titel Münchner Spaziergänge 1918 begann er, bisherige Arbeiten in Büchern zusammenzufassen, die er zum Teil selbst illustrierte. Unter dem Künstlernamen A. Kraut veröffentlichte er 1922 gemeinsam mit dem Chirurgen Rudolf Grashey, der sich hinter dem Pseudonym R. Würstl verbarg, den Lustigen Stadtführer von München


Kubel, Otto: Otto Kubel (* 31. August 1868 in Dresden; † 1951 in München) war ein deutscher Maler. Nachdem er an der Dresdner Kunstgewerbe-schule ausgebildet wurde, setzte er sein Studium an der Akademie in München fort. Ursprünglich arbeitete er als Illustrator, widmete sich aber später vorrangig der Malerei. Kubel war vor allem für seine detaillierten Märchen - Illustrationen bekannt, die in den 1920er und 1930er Jahren als Schulwandbilder und Postkarten verbreitet wurden. Er hat zahlreiche Märchen illustriert darunter Aschenputtel, Dorn-röschen , Frau Holle, Der gestiefelte Kater, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und Schneewittchen.


Kutzer, Ernst: Ernst Kutzer (*10. Juni 1880 in Böhmisch Leipa, Österreich-Ungarn; † 19. März 1965 in Wien) war österreichischer Maler, Grafiker, Autor und Bilderbuchillustrator. Kutzer war verheiratet und hatte zwei Söhne. Nach Besuch des Gymnasiums in Böhmisch Leipa zog es ihn im Jahre 1899 nach Wien. Er besuchte dort die Malschule Streblow, dann die Akademie der bildenden Künste in Wien am Schillerplatz. Ab 1910 begann er, Jugendbücher für den Stuttgarter Verlag Levy & Müller zu illustrieren. Während des Ersten Weltkrieges war er Kriegsmaler daneben entwarf er zahlreiche Postkarten, die bis heute hoch im Sammlerkurs stehen. Des weiteren Sammelbilder für Stollwerck-Sammelalben. Die Jahre 1920 bis 1938 sind wohl die Höhepunkte seines Schaffens mit dem Entstehen und der Herausgabe der bedeutendsten Kinderbücher, zahlreicher Fibeln, hunderter Zeitungs-, Zeitschriften- und Postkarten-Illustrationen. Geprägt wurden seine Erfolge auch durch die jahrelange Freundschaft mit Adolf Holst und Anneliese Umlauf-Lamatsch.


Langenberg-Lindam, Marianne Charlotte (18.06.1903 in Leipzig) deutsche Malerin und Graphikerin, freiberuflich, Ausbildung an der Staatlichen Akademie für Graphik Kunst und Buchgewerbe in Leipzig von 1920-25,


Mauder, Josef: Joseph Mauder (1884–1966): Ein sehr prominenter Münchner Illustrator, Kunstmaler, Schriftsteller, Dichter und Fußballspieler, der maßgeblich an der Gestaltung der „Coco“-Abenteuer und spezieller Beilagen wie dem „Kalender vom kleinen Coco“ beteiligt war. Er besuchte die Königliche Kunstgewerbeschule München bei Maximilian Dasio. Er war unter anderem wie viele Andere die für den Coco arbeiteten Karikaturist für die "Fliegenden Blätter" und anderen namenhaften Zeitschriften. Sein Stil war oft dynamisch und karikaturhaft was sich vor allem in seinen "Comic's" niederschlugMauder, 


weiteres Bildmaterial (Comic's) siehe Seite 2

Moser, Ferdinand: (14.07.1859 in Kronach bis 23.07.1930 in Würzburg) war ein deutscher Grafiker und Designer sowie Kunstgewerbeschullehrer bzw. Direktor. Elementarschule, Gymnasium in München, Studium an der Königlichen Kunstgewerbeschule München, der Technischen Hochschule München und schließlich an der Münchener Kunstakademie.



Muschik-Droonberg, Otto Emil: Geburt: 8. Februar 1864 in Bautzen., Tod: 1934 in Sacramento, Kalifornien. Droonberg war ein deutsch-kanadischer Abenteurer und Schriftsteller. Er war der Sohn eines Fabrikanten, besuchte zuerst die katholische Domschule und später die Realschule. Zuerst wurde er Kaufmann und machte Reisen durch ganz Deutschland. Dann wandte er sich der Literatur zu und schrieb im Jahre 1890 seine erste Erzählung, der dann eine ganze Anzahl von Romanen für Zeitschriften folgten.Danach ging er zunächst nach London, wo er sieben Jahre als Journalist tätig war, dann nach einem mehrjährigen Zwischenaufenthalt in Deutschland nach Kanada, wo er sich als Mitarbeiter amerikanischer und deutscher Blätter und zeitweise auch als Schriftleiter betätigte. Hier machte er, zum Teil im Dienste einer Organisation, große Reisen, namentlich im Westen und Norden des Landes, und was er dabei erlebte, hat er in einer Reihe vielgelesener Bücher, denen noch immer weitere folgen, niedergelegt. Er lebte zeitweise selbst in Nordamerika, was seinen Romanen wie „Die Goldwäscher am Klondyke“ oder „Das Gold der Nebelberge“ eine hohe Authentizität verlieh. Seine Werke werden oft der klassischen Abenteuerliteratur zugeordnet und sind teilweise heute noch im Projekt Gutenberg oder über das Karl-May-Wiki dokumentiert. Droonberg veröffentlichte unter verschiedenen Namen. In der bibliografischen Fachliteratur und in Katalogen zur Abenteuerliteratur (wie dem Karl-May-Wiki) wird H. Vomrhein (manchmal auch Hans Vomrhein) als einer seiner Aliasnamen geführt. („Ein Abenteuer im fernen Westen“)

Die Goldwäscher am Klondyke
Ein Abenteuer im fernen Westen


Petersen, Fritz: (1873–1934), deutscher Maler, Kinderbuchillustrator und Karikaturist


Plückebaum, Carl Maria, 17.02.1880 in Düsseldorf bis 27.01.1952, war ein deutscher Genremaler und Radierer der Düsseldorfer Malerschule. Lehrling in die Werkstatt eines Düsseldorfer Kirchenrestaurators ein, um den Beruf des Vergolders zu erlernen. Während seiner siebenjährigen Tätigkeit als Kirchenrestaurator nahm er bei einem Kunstmaler Privatunterricht. Danach nahm er ein fünfjähriges Studium an der Kunstakademie Düsseldorf auf.


Pommerhanz, Karl: Karl Pommerhanz (* 6. Juni 1857 in Röchlitz bei Reichenberg, Kaisertum Österreich; † vermutlich um 1940 in München) war ein österreichi-scher Comiczeichner und -autor. Pommerhanz studierte in Prag. In den 1880er Jahren ging er nach München und begann 1886, für die Zeit-schrift Fliegende Blätter zu zeichnen. Ab 1895 arbeitete Pommerhanz für die Meggendorfer Blätter von Lothar Meggendorfer, einem ehemaligen Kollegen bei den Fliegenden Blättern. Als der Herausgeber der Chicago Tribune 1906 das Experiment wagte, für den großen deutschstämmigen Bevölkerungsanteil eine von deutschen Zeichnern gestaltete Sonntags-beilage herauszugeben, gehört neben Lyonel Feininger, Karl Staudin-ger und Meggendorfer auch Pommerhanz zu den beauftragten Zeichnern. Allerdings wurde dieses Experiment schon nach wenigen Wochen eingestellt. So zeichnete Pommerhanz bis 1919 für die Meggendorfer Blätter . Darüber hinaus war er für die Zeitschriften Fips, Der gute Kamerad und Blaubandwoche  tätig. Pommerhanz’ Spur verliert sich um 1930. Sein Sterbedatum wird um 1940 vermutet. Als Sterbeort wird München angenommen. Pommerhanz' Spezialität war der aus vier bis acht Bildern bestehende Gagstrip.

Karikaturen

 

weiteres Bildmaterial (Comic's) siehe Seite 2

Resch, Josep, 24.10.1819 - 19.04.1901, deutscher Lithograf und Maler. Ausbildung im Fach Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München. Karikaturen für die Münchener Bilderbogen, Fliegende Blätter


Richter, Max: Max Richter (geboren 1860 in Magdeburg; Todesdatum unbekannt) war ein deutscher Maler, Zeichner, Gebrauchsgraphiker und Illustrator. Ausbildung: Er studierte von 1898 bis 1906 an der Berliner Akademie. In den Jahren 1906 bis 1908 war er Schüler von Albert Hertel. Er war Mitglied des Reichsverbandes Bildender Künstler Deutschlands.


Roegge, Wilhelm: (* 12. Juni 1870 in München; † 10. März  1946  in  Oberaudorf) war ein deutscher Illustrator und Maler. Wilhelm war ein Sohn des bayerischen Historienmalers Ernst Friedrich Wilhelm Rögge. Er studierte ab 1886 an der Königlichen Akademie der Künste in München bei Wilhelm Lindenschmit und Karl Raupp. Er wurde später Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft. Danach war er vor allem als Illustrator tätig. Wilhelm Roegge schuf Gemälde im traditionellen Stil von Carl Spitzweg. Außerdem zeichnete er Illustrationen für zahlreiche Bücher und Zeitschriften.


Schanz, Frieda, 16.05.1859 in Dresden - 17.06.1944 in Warmbrunn war eine deutsche Jugendbuchautorin - Schanz gehörte zu den beliebtesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen vor dem Ersten Weltkrieg.


Scheibenzuber, Rudolf: Geboren am 26. August 1874 in Huldsessen bei Eggenfelden, gestorben am 03. Oktober 1968 in Landshut war ein deutscher Lehrer, Maler und Illustrator. Er war unter anderem an der Kunstakademie in München bei Professor Herman Groeber. Er illustrierte Texte, bebilderte Kinderbücher, oft mit eigenen Versen, Stadt- und Burgführer (Landshut), Lesebücher, Kalender und Zeitschriften (Bayerland, Jugendblätter). Mitunter war er in seiner Heimatstadt als Werbegrafiker tätig, zeichnet, schreibt und malt Urkunden, neben exotischen Bildserien (Wilder Westen, Afrika und Orient).


Schertel, Wilhelm: (1883 Schweinfurt -1930), Wilhelm Schertel war gelernter Chemiker und Künstler. Bruder vom bekannten Cellisten Fritz Schertel (1890-1945)


Schilffarth, Toni Wagner, Die Illustratorin und Autorin Toni Wagner-Schillfarth wurde als Antonia Schilffarth geboren.
Erste Arbeiten von ihr erschienen in der monatlich erschienenen Zeitschrift „Das Schulkind“, wo sie ab 1925 Beiträge wie „Die sieben Eichen“ und „Prinzessin Ohneherz“ beisteuerte. Ihre Zeichnungen und Texte unterzeichnete sie in den 20er Jahren
als Toni Schilffarth. Nach ihrer Heirat mit Bernhard Wagner unterschrieb sie die Illustrationen meist mit Toni Wagner-Schilffarth oder einfach nur Toni Wagner. Anfangs der 30er Jahre erschienen Illustrationen von ihr in „Jugendblätter“, der Kinderzeitschrift „Hans Kunterbunt“, „Die Rama-Post vom lustigen Fips“, „Die Frau und Mutter“ und in der Kinderzeitschrift „Die Kinderwelt“ bzw. „Deutsche Kinderwelt“, Vor allem in den 30er Jahren erschienen zahlreiche Bilderbücher von Toni Wagner Schilffarth. Die meisten ihrer Bücher wurden vom Trenkler Verlag in Leipzig publiziert.


Schmidt-Matthei, Gerda Luise: Scherenschnitt-Künstlerin, geboren am 16.12.1893 in Düsseldorf und verstorben am 05.01.1970 in Berlin 1913-1917 Privatunterricht bei Franz Max Kiederich und Willy Spatz. Sie illustrierte in den 20ziger Jahren zahlreiche Märchenbücher


Schwar, Wilhelm Friedrich Johann, 25 Mai 1860 in Münster geboren, gestorben 9. April München, war ein deutscher Kunstmaler, der vor allem bekannt ist für seine Tierdarstellungen, speziell Katzen. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Zeichnen und Malen, begann jedoch als „Commis“ (Kaufmannsgehilfe) und arbeitete als solcher seit Oktober 1884 in Hamburg. Nebenbei widmete er sich jedoch autodidaktisch seiner heimlichen Leidenschaft, der Malerei. Er besuchte die Malschule von Karl Rickelt und wurde 1892 "ordentliches" Mitglied der Münchener Künstlergenossenschaft


Siebert-Leman, Walter: Walter Siebert-Leman arbeitete als Maler, Grafiker und Buchillustrator. Er wurde als Sohn von Margarete Leman aus der Familie des Fotografen Hugo Leman 1893 in Berlin-Charlottenburg geboren und besuchte die dortige Kunstakademie sowie die Unterrichtsanstalt der des Berliner Kunstgewerbemuseums. Siebert-Lemàn war ein ausgebildeter Landschaftsmaler und Grafiker (Studium in Berlin), der ab 1920 in Dresden und später in Maulbronn lebte. Neben seiner Arbeit als freier Künstler spezialisierte er sich auf die Illustration von Kinder- und Jugendbüchern.


Sporleder, Clara:  (* 1880; † 1955) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. wirkte ab etwa 1905 in Düsseldorf und war Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Bekannt wurde Sporleder durch Kinderbilder, die sich als Kunstpostkarten, unter anderen von den Verlagen Hermann A. Wiechmann in München und Meissner & Buch in Leipzig herausgegeben, großer Beliebtheit erfreuten und zwischen 1910 und 1930 eine sehr weite Verbreitung fanden.


Springmeier, Edith:  Malerin u. Graphikerin W.V.b.K. (Buchillustration), -Neukölln, Donaustraße 12. 

weiteres Bildmaterial (Comic's) siehe Seite 2

Stockmann, Hermann: (28.04.1867 in Passau – 25.12.1938) war ein deutscher Maler, Zeichner und Illustrator. Er lebte 40 Jahre in Dachau. Dort war er „der Dichter unter den Malern". Realschule, Dekorationsmalerlehre, Studium an der Münchener Kunstakademie. Auch illustrierte er eine beachtliche Anzahl von Kinderbüchern von z.B. Josephine Siebe. 30 Jahre Mitarbeiter der seinerzeit beliebten und reich illustrierten Wochenschrift "Fliegende Blätter" und auch für die "Jugend".


Storm, Theodor Hans Woldsen, 14.09.1817 - 04.07.1888, deutscher Schriftsteller (siehe ausführlich "Wikipedia")

Der kleine Häwelmann u.a.


Sues, Gustav Konrad: 10.Juni 1823 in Rumbeck, gestorben am 23. Dezember 1881 in Düsseldorf. Er war ein deutscher Maler, Illustrator und Kinderbuchautor. Nach dem Besuch des Gynasiums besuchte er die Kasseler Kunstakademie. Bekannt wurde er auch durch seine Illustrationen der Swinegel-Hasen-Geschichte.

Swinegels Reiseabenteuer


Wilm, Hubert: 17.November 1887 in Kaufbeuren geboren und am 28. April 1953 in München gestorben. Er war ein deutscher Grafiker, Maler, Kunsthistoriker und Journalist. Er besuchte die Kunstgewerbeschule und lernte bei Maximilian Dasio sowie Julius Diez. Nach seinem Studium war als Gebrauchsgrafiker tätig.


Würbel, Franz: Franz Theodor Würbel (*7. Juni 1858 in Wien; †12. Dezember 1941 in Berlin war ein österreichischer Porträtmaler sowie Plakatkünstler, Illustrator und Lithograph.
Geboren als Sohn des Malers Franz Würbel (1822–1900), studierte er an der Wiener Kunstakademie unter Christian Griepenkerl, Carl Wurzinger, Karl von Blaas und August Eisenmenger.
Nach dem Studium war er in Wien als Porträtmaler und Lithograph tätig. Um 1928 zog er nach Berlin und blieb dort lebenslang. Dort beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Gebrauchsgrafik und Plakatkunst.




Preisausschreiben


In den Zeitschriften wurden Preisausschreiben und Malwettbewerbe gezielt eingesetzt, um Kinder als „Kaufmotiva-toren“ für ihre Eltern zu instrumentalisieren und die Markenbindung spielerisch zu festigen. Diese umfassten Rätsel, Wissensfragen und Bastelaufgaben, die oft einen Bezug zu den Werbefiguren  oder den Margarine-Produkten hatten. Kinder wurden aufgefordert, Szenen aus den Geschichten nachzumalen oder  Vorlagen farbig zu gestalten. Dies förderte die intensive Beschäftigung mit dem Heftinhalt und den Markenbildern. Die Gewinner erhielten Sachpreise, während die besten Einsendungen oft in den Folgeaus-gaben namentlich erwähnt oder sogar abgedruckt wurden,


Die Gewinner der Preisausschreiben


 was den Stolz der Kinder und die Bindung an das Heft steigerte. Ein besonderer Anreiz für die langfristige Treue war die Möglichkeit, die losen Hefte am Jahres-ende professionell binden zu lassen. Der Verlag bot an, die gesammelten Einzelhefte eines Jahrgangs (meist 25 bis 26 Ausgaben) einzusenden und gegen eine Gebühr als hochwertiges Halbleinen-Buch zurückzuerhalten. 

Palmin-Post, Sammelbilder und Album


Parallel zu den Zeitschriften konnten Sammelbilder gesammelt und in thematisch sortierte Alben der Margarineindustrie eingeklebt werden. Diese Aktionen dienten nicht nur der Unterhaltung, sondern waren eine werbestrategische Notwendigkeit, um im harten Konkurrenzkampf zwischen Jurgens und Van den Bergh zu bestehen. Durch die Aussicht auf Gewinne oder die Vervollständigung eines Sammelalbums drängten Kinder ihre Eltern zum Kauf der spezifischen Margarine-Marke, um das nächste Heft oder Bild zu erhalten. Die Sammelbilder-Alben der Margarineindustrie waren weit mehr als reine Werbemittel; sie fungierten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als „Lexika des kleinen Mannes“ und prägten das Weltbild ganzer Generationen.


Das Sammelsystem war psychologisch geschickt aufgebaut, um eine langfristige Markenbindung zu erzwingen. Die Bilder (Chromos) lagen oft direkt in den Margarinepackungen (z. B. Sanella, Rama, Blauband) oder konnten gegen Gutscheine angefordert werden. Die leeren Sammelalben mussten meist käuflich erworben werden und gaben durch nummerierte Leerstellen den Anreiz zur Komplettierung vor. Ein volles Album galt als wertvolles Buch und wurde oft stolz im Familienkreis präsentiert. Besonders in den 1920er und 1930er Jahren gehörten diese Bilder zur Alltagskultur. Während die frühen Bilder oft noch koloniale Motive zeigten (wie beim „Kleinen Coco“), wandelten sich die Themen später hin zu volkskundlichen und technischen Inhalten.
Der Jugend wurden auch technische Informationen vermittelt

auch Spiele sollten nicht zu kurz kommen:
Spiele


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Werbezeitungen weit mehr waren als bloße Beilagen. Sie waren strategisch klug konzipierte Medien, die pädagogischen Anspruch mit geschickter Kundenbindung verknüpften und in ihrer Machart Maßstäbe für die grafische Gestaltung von Kinderliteratur der 1920er Jahre setzten.


Vergleich der bedeutendsten Werbekinderzeitungen der Margarineindustrie

Titel

Herausgeber/Marke

Zielgruppe/Besonderheit

Merkmale

Der kleine Coco

Jurgens (Cocosa/Rama)

Pioniermedium (ab 1909); Fokus auf Kolonial-Themen

16 Seiten, 2-wöchentlich, hochwertige Illustratoren.

Fips

Jurgens (Rama)

Jüngere Kinder (Kindergarten / Erstleser)

Großformat (24x32 cm), farbig, heitere Verse.

Blaubandwoche (siehe Extraartikel unter Kinderzeitschriften)

Van den Bergh (Blauband)

Gesamte Familie / Ältere Kinder

Wöchentlich, hohe Auflage, geprägt durch Emmerich Huber.

Rama im Blauband-Woche

Margarine-Verkaufs-Union

Fusionsblatt (1931-1932)

Versuch der Vereinigung beider Stile; nur 48 Ausgaben.

Die verschiedenen Einbände der Jahrgänge 1909 - 1932


Quellen:

  • Peter Lukasch - Deutschsprachige Kinder- und Jugendzeitschriften - Verlag: BoD 15.04.2010
  • Manfred Bissinger - Die Geschichte der Markenmacher - 75 Jahre Unilever in Deutschland - Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2005
  • Hans Ries - Illustration und Illustratoren des Kinder- und Jugendbuchs im deutschprachigen Raum 1871-1914 - H.TH.Wenner 01. Januar 1992
  • Göbels, Hubert (Hrsg) Zeitschriften für die deutsche Jugend. Eine Chronographie 1772 - 1960. Harenberg, Dortmund 1986
  • Eckart Sackmann und Thomas Plock - Frisch gekirnt - Blaubandwoche - Artikel in "Deutsche Comicforschung" 2023
  • Wikipedia.org
  • Gallica.bnf.fr
  • Zeitschrift "Gebrauchsgraphik" 1932/9/4
  • archive.org
  • Dideldum - Die lustige Kinderzeitung (dideldum.bplaced.net/index.htm)
Nächste Seite