past children's  books
Meine Sammlung - Alte Kinder- und Jugendliteratur

Elisabeth Dirr


Elisabeth Dirr, geb. Krasselt


Die am 21. Januar 1923 als Elisabeth Krasselt geborene Österreicherin Elisabeth Dirr prägte als Illustratorin und Malerin mit feinsinniger Ästhetik die Wiener Grafikszene. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der renommierten „Graphischen“ (heute Höhere Graphische Bundeslehr- und Versuchsanstalt) gemeinsam mit ihrer engen Freundin Anny Hoffmann die ebenfalls später für den Pestalozzi Verlag tätig war.

Ihre berufliche Laufbahn begann Dirr in einer Fachzeitschrift für Auslagengestaltung – eine Position, die ihr durch die Zeichnerin Lilli Koenig vermittelt wurde. Diese Arbeiten erlangten internationale Beachtung, als der finnische Werbeleiter Okae Jokinen auf ihr Talent aufmerksam wurde und zahlreiche Schaufenster in Finnland nach ihren Entwürfen gestalten ließ. Trotz einer lebenslangen Freundschaft zwischen den Familien Dirr und Jokinen konnte Elisabeth ihren finnischen Förderer erst nach Ende ihrer aktiven Laufbahn in dessen Heimat besuchen.



Illustrationen von Elisabeth Dirr für den Pestalozzi Verlag


Bereits 1945 heiratete sie Rudolf Dirr, der ebenfalls als Gebrauchsgrafiker und Absolvent der Akademie der Bildenden Künste (Meisterschule Prof. Andersen) tätig war. Das Ehepaar arbeitete oft eng zusammen, wobei sie einen charakteristischen Mischstil aus Wasser- und Deckfarben entwickelten, der durch ein spannungsvolles, zuweilen fast irritierendes Wechselspiel bestach. In der Kinderbuchillustration hinterließ Elisabeth Dirr ein umfangreiches Werk für Verlage wie Breitschopf sowie Schwager & Steinlein. Bekannt wurde sie unter anderem für die Illustrationen zu Julia Genners „Tapfere kleine Ulli“ sowie für ihre Beiträge zur Zeitschrift „Wunderwelt“ zwischen 1972 und 1976. Ihr Stil zeichnete sich durch eine besondere Anmut aus: Ihre Aquarelle zeigen zarte Kindergestalten und Engel, deren feine Züge durch hohe, runde Stirnen betont wurden, ohne sich in übermäßigen Details zu verlieren. 

661 9630 - Geschenke aus dem Weihnachtshimmel (1978)

Trotz ihres Wirkens in der Werbung und für Publikationen wie die „AZ“ oder die „Frauentagszeitschrift“ blieb Dirr zeit ihres Lebens von einer tiefen Bescheidenheit geprägt. Viele ihrer Werke ließ sie unsigniert. Auf dieses beinahe anonyme Schaffen angesprochen, entgegnete sie im hohen Alter mit einer für sie typischen Liebenswürdigkeit, sie habe gelernt, dass ein Künstler sich niemals „vor sein Werk stellen“ sollte. Speziell ab den 70ziger bis spät in die 90ziger Jahre illustrierte sie diverse Bücher für den Pestalozzi Verlag.

Nebenstehend eines der ersten Bücher für den Pestalozzi Verlag aus dem Jahr 1978. Ebenfalls aus dem Jahr ist ein Buch aus der PEVAU-Reihe mit der Verlagsnummer 662 9220 Pevau 121 welches speziell zu Weihnachten 1978 herausgebracht wurde.


Im folgenden Jahr erschienen dann speziell zu Ostern zwei sehr schöne Büchlein:

662 9220 Pevau 121 - Das Wunschzettel Englein (1978)


839 1550 Osterüberraschung (1979/1988/1993)


839 1550 Das sprechende Osterei (1979/1988/1993)


Weitere Bücher folgten dann einige Jahre später:


663 25050 Beliebte Fingerspiele, Abzählreime und Kniereiterverse (1992/93)


665 40270 Die schönsten Fingerspiele, Abzählreime und Kniereiterverse (1992/93)


Ebenfalls 1993 kam zu Ostern eine 4teilige Serie mit Malbüchern auf den Markt:




1999 gab es dann noch ein Sammelband mit Fingerspielen, Abzählreimen, Kniereiterverse, Liedern und Gedichten und die Illustrationen dazu waren unter anderem von Elisabeth Dirr, Gisela Gottschlich, Freudenberger und vielen anderen:

66453083 - Sing und Spiel


Danach verliert sich die Spur von Elisabeth Dirr nachdem Ihr Mann 2002 gestorben ist.


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