past children's  books
Meine Sammlung - Alte Kinder- und Jugendliteratur

Berti Breuer-Weber

Berti Breuer-Weber


(*4. August 1911 in Bad Kreuznach; † 29. Januar 1989 in Göttingen)

Berti Breuer-Weber zählt mit zu den einflussreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen und Grafikerinnen des 20. Jahrhunderts. Geboren als Tochter des Lederfabrikanten Ernst Carl Weber in Bad Kreuznach, offenbarte sich ihre künstlerische Begabung bereits in frühester Kindheit. Nach ihrer Ausbildung mit Abschlußexamen an der Städtischen Frauenoberschule unter der Anleitung von Lina Hilger nahm sie 1931 ihr Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf in der Grafikklasse von Professor Ernst Aufseeser und Hanna Simon auf.
Ihre berufliche Laufbahn führte sie zunächst als freischaffende Künstlerin nach München wo sie Mitarbeiterin bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften war und Bücher für den Kösel & Pustet-Verlag illustrierte bevor sie 1937 gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Kunstmaler Josef Breuer, in den Hunsrück zurück-kehrte.

Ernte-Kranz-Kinderbücher mit Bildern von Berti Weber (1938-40)


Dort wurde 1938 der Verleger Georg Fischer auf sie aufmerksam. Auf seinen Impuls hin begann sie, eigene Werke zu konzipieren, bei denen sie Bild und Text vereinte. Mit ihrem Erstlingswerk „Fröhliche Kinderspiele“ (1938) in der Reihe „Ernte-Kranz-Kinderbücher“ des Verlages  leistete sie Pionierarbeit: Sie entwickelte eine frühe Form des Kindersachbuches, die damals ein völlig neues Genre darstellte. Da sie nicht der Reichskulturkammer angehörte, durfte sie ab 1941 nichts mehr veröffentlichen.

„Bunte Kiste“ des Mainzer Scholz-Verlags ab dem 5.Jhrg. Heft 4 bis zum 8.Jhrg. Heft 10


Nachdem ihr Mann aus dem Krieg zurückkehrte zogen sie vom Hunsrück an die Mosel wo sie zunächst Grafisch tätig war und Aufträge für Zeitschriften und für die „Bunte Kiste“ des Mainzer Scholz-Verlags ab dem 5.Jhrg. Heft 4 bis zum 8.Jhrg. Heft 10 übernahm. Leider verstarb ihr Mann 1956 im Alter von nur 43 Jahren. Ihre Karriere war trotzdem in den folgenden drei Jahrzehnten geprägt von großer Kontinuität und Erfolg - Ihre Werke wurden in 13 Sprachen übersetzt. Ab 1973 gestaltete sie maßgeblich die Reihe Pestalozzi-Plus, die sich gezielt an Kleinkinder richtete. Mit der Reihe übertrug sie das Sachbuch-Prinzip auf die Altersgruppe der 2- bis 4-Jährigen. Durch die Kombination von Spiel- und Lernelementen schuf sie eines der ersten systematischen Konzepte für kleinkindgerechte Sachinformationen, das haptische und kognitive Reize verband.

Sammelbände der 90ziger Jahre in denen sie vertreten war


Nach Stationen auf dem Asterstein bei Koblenz (1950–1988) verstarb sie 1989 in Göttingen. Ihr künstlerisches Erbe blieb durch postume Neuauflagen und Sammelbände im Pestalozzi Verlag wie „Mein schönstes Weihnachtsbuch“ lebendig. In Werken wie „Das große Osterbuch“ steht ihr Name bis heute in einer Reihe mit namhaften Illustratoren wie Josefine Batke-Koller, Anny Hofmann, Gerti Mauser-Lichtl, Willy Mayrl, Irene Schreiber und Gabriele Beithner.

Folgende bisher bekannte Bücher sind im Pestalozzi Verlag erschienen:

6682221 - Geschenke basteln. Erlangen 1973

6682222 - Spiel und Bastelstunde. Erlangen 1973;



6612481 - Vor dem Einschlafen. Erlangen 1974;

6612482 - Essen und Trinken. Erlangen 1974;

6612483 - Spielen. Erlangen 1974;

6612484 - Baden – Bilderbuch. Erlangen 1974;


6612491 - Was ich höre. Erlangen 1975;

6612492 - Was ich sehe. Erlangen 1975;

6612493 - Das kann ich schon. Erlangen 1975;

6612494 - Das weiß ich. Erlangen 1975




6612471 - Groß und Klein. Erlangen 1976

6612472 - Lang und kurz. Erlangen 1976;

6612473 - Schnell und Langsam. Erlangen 1976;

6612474 - Drinnen und draußen. Erlangen1976





6623431 - Ein Sack voll Rätselgeschichten. Erlangen 1977;


6610210 - Polizei

6610210 - POLIZEI
6610210 - POLIZEI
6623431 - Ein Sack-voll-Rätselgeschichten
6623431 - Ein Sack-voll-Rätselgeschichten


66328453 – Unser Kind bei Spiel und Spaß Erlangen 1988


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